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rosen004 Der Verein

Lageplan

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Chronik unseres Gartengeländes

Was ist aus mir geworden?

1931 war ich noch ein Sumpfgelände und ein Baggerloch einer alten Ziegelei. Die Väter gingen mit Ihren Familien noch viel spazieren, denn sie hatten Zeit, weil viele Erwerbslos waren. Da kamen sie bei mir vorbei und fingen an, mich urbar zu machen.

Erst 5 Familien, dann 10 und immer mehr kamen hinzu. 1933 erfolgte meine offizielle Gründung im Vereinshaus Königsbusch und ich erhielt den Namen Kleingartenverein " Gartenfreunde an der Bertastr." Es war schön hier. Da wurden Kohl und Kartoffeln gepflanzt. Ein schöner Wettstreit begann: "Wer hat den dicksten Kappes"? 1934 fiel den Gartenfreunden ein "Ein Vereinshaus muß her " Jeden Samstag und Sonntag wurde gearbeitet, und wenn Geld übrig war, wurden auch mal ein paar Bierchen getrunken. Für diesen Bau brauchten sie 4 Jahre. 1936 war die Einweihung mit viel tra-ra.

Dann kam der Krieg und viele Frauen standen alleine da. In manchen Gärten stand das Unkraut meterhoch. Als die ersten Bomben herunterkamen und das Essen knapp wurde, fiel ihnen ein: "Wir haben doch einen Garten". Mit Kind und Kegel wurde gesät und geerntet. Das Vereinshaus wurde zum Abstellplatz für gerettete Möbel. Tag auf Tag kamen neue Familien die durch Bombeneinwirkung ihr Zuhause verloren hatten. Trotz der niederdrückenden Lage hielten sie zusammen und versuchten so gut es ging, die zertrümmerten Lauben wieder aufzubauen.

Als der Krieg dem Ende zuging, war fast jeder Garten bewohnt. Die zurückkehrenden Männer fingen nun an, die zu klein gewordenen Lauben mit kräftiger Unterstützung der Frauen, Nachbarn und Freunden zu vergrößern. Zu der Zeit wurde getauscht, geschoben und besorgt, um die Bauten zu vollenden. Dann kam auch eine Lichtleitung hinzu und Wasserleitungen wurden verlegt. 1952 stellte der Vorstand bei der Stadt den Antrag, mich als Kleinsiedlungsgelände auszuweisen. Die Stadt stellte sich jedoch auf den Standpunkt, daß ich wegen meiner Erdbeschaffenheit keine Verrieselung der Abwässer zuließ und deshalb zunächst eine Kanalisierung notwendig sei. Der Vorstand betrieb deshalb in der Folgezeit alles, um den Bau einer Kanalisierung voranzutreiben. In der Tat wurde dann auch in meiner Nähe ein Abwasserpumpwerk erstellt.

1955 stellte der Vorstand erneut den Antrag, mich in ein Wohngelände umzuwandeln. Dies wurde vorm Planungs- und Bauausschuß befürwortet. Die Umwandlung scheiterte jedoch an den Bedenken des Finanzausschusses, der keine Mittel für meine notwendige Erschließung zur Verfügung stellen konnte.

1971 schickte die Stadt sogar an meine Bewohner die Kündigung. Die tapferen Vorstandsstreiter und der Rechtsbeistand schafften jedoch auch diese Hürde. 1996 durften meine Bewohner mich, nach jahrelangen Verhandlungen mit der Stadt, kaufen. 1997 wurde auch mein Vereinshaus käuflich erworben.

1999 bekommen meine Bewohner Kanalanschluß und neue Wasserleitungen. 2001 sind aus meinen Wegen schöne Straßen geworden. Mein Herzstück, der Spielplatz “früher Weiher genannt“, ist auch  fertig gestellt und dient unseren und den Kindern  aus der näheren Umgebung als fröhlichen Zeitvertreib.

Abschließend möchte ich sagen: „Alle haben sich bei mir wohl gefühlt und tun es heute noch. Ich will noch lange bleiben und Ihr sollt es auch. Das wünscht Euch allen Euer Siedlungsgelände an der Bertastr. 3."

 

Liebevoll für den Erzähler

zu Papier gebracht von

Günter Kuhnke

 

Hier noch einige Fotos aus den Anfängen und aus der Gegenwart

Vereinsheim im Rohbau
früher Sommerfest

Sommerfest früher

früher Weg an der Bertastr.02

Weg an der Bertastr. früher

Weg an der Bertastr. fertig

Weg an der Bertastr.  zur heutigen Zeit

Vereinsheim fertig
Sommerfest heute02

Sommerfest heute

Weg an der Bertastr. mit Straßenbau02

Weg an der Bertastr. in der Straßenbaufase

Berner Weg

Berner Weg heute

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